Aktuelles aus der Zentrale des EMTV
Saisoneröffnung mit Doppelerfolg
1. Spieltag für die Krückau Vikings
Foto: Zwei Sieger, aber drei Mannschaften mit einem tollen ersten Spieltag in Elmshorn
(C: Jannik Fürstenau)
Ein fantastisches ersten Jahr liegt hinter den Krückau Vikings. Es wurden Erfolge gefeiert, die zu Beginn der Saison niemand für möglich gehalten hat. Sowohl in der Liga als auch bei Einzelwettkämpfen zeigten die Elmshorner, dass sie ernstzunehmende Gegner sind. Und weil immer mehr Dartspieler (besser: Dartverrückte) Liga-Luft schnuppern wollten, konnten wir für diese Saison insgesamt drei Mannschaften ins Rennen schicken. Aber nicht nur in Elmshorn, sondern im gesamten Land boomt dieser Sport, und so musste der Landesverband (SHDV) zwei neue Ligen ins Leben rufen, um dem Zuwachs überhaupt gerecht werden zu können. Gespielt wird nun (von unten nach oben) in Kreisligen, Bezirksklassen und -ligen, in zwei Oberligen und einer Landesliga.
Die Krückau Vikings 1 spielen in der Bezirksklasse – SW, die Krückau Vikings 2 und 3 in der Kreisliga – SW.
Am ersten Spieltag mussten die Vikings 1 gegen SVF 4 – Bouncer aus Friedrichsgabe antreten, die Vikings 2 und 3 spielten direkt gegeneinander. Und so wurde es gleich zu Beginn recht voll in der Elmshorner Spielstätte „Krückhalla“.
Und wie schlugen sich die Vikings? Waren es enge und spannende Spiele? Hier müsste ich jetzt eigentlich „leider nein“ schreiben, denn es waren doch recht deutliche Angelegenheiten. Aber aus Sicht eines Fans des Elmshorner Dartsports schreibe ich lieber „zum Glück nicht“, denn was die erste und die zweite Mannschaft zelebrierten, das war schon ziemlich beeindruckend. Doch der Reihe nach.
Die Vikings 1 mussten nur auf Janne verzichten, der in Borken beim Challenge Cup spielte. Ansonsten waren sie alle da: Thorsten (Kapitän), Jannik, Mika, Jan, und beide Michaels.
Der erste Block: Durchmarsch. Mit 4 Siegen und 8:0 Legs ließen sie ihren Gegnern keine Chance. Bei den darauffolgenden beiden Doppelpartien verloren Michael und Mika etwas überraschend ihr Match, während unsere frischgebackenen Landesmeister Thorsten und Jannik ihrerseits kurzen Prozess machten. Danach wurde es sogar noch einseitiger. Die folgenden vier Einzel- und die beiden Doppelpartien gewannen sie jeweils mit 2:0 und auch im anschließenden Block gingen die ersten beiden Partien mit gleichem Ergebnis an die Krückau Vikings. Da stand es bereits 13:1 und weil für einen Sieg 12 Siege benötigt werden, waren die Messen längst gesungen. Nun griffen auch Jan und Michael B., genannt "Susi", ins Geschehen ein, gewannen mit ihrem Partner die Doppelspiele und Jan sogar noch eine Einzelpartie. 18:4 lautete der Endstand und weil zwei weitere starke Mannschaften im direkten Duell gegeneinander etwas mehr Spannung und ein knapperes Match boten, grüßen unsere Nordmänner gleich zu Beginn der Saison von der Tabellenspitze. Damit setzten die Vikings 1 ein deutliches Zeichen und ihr Plan, mit dieser Truppe auf Angriff und Sieg zu spielen, ist voll aufgegangen.
Im direkten Vergleich der Vikings 2 gegen die Vikings 3 wurde es sogar noch deutlicher, was aber auch nicht überraschend war. In der zweiten Mannschaft tummeln sich nämlich zahlreiche Spieler, die locker in der ersten Mannschaft ihren Platz gefunden hätten, sich jedoch nicht dem durchaus vorhandenen Druck aussetzen wollten, unbedingt auf Sieg zu spielen oder aber erstmal weiter Wettkampfluft schnuppern wollten. Aber von Nervosität war absolut nichts zu spüren, zumal man gegen die Gegner in zahlreichen Trainingsspielen gegeneinander angetreten war.
Für die Vikings 2 traten an: Tobin, Rüdiger W., Niklas, Malte, Roman, Marcel, Tom und Jochen. Für die Vikings 3 gingen ins Rennen: Daniel, Julian, Thomas, Christian, Henri, Vanessa, Thore und Michael V.
Die Spiele selbst wurden natürlich ernsthaft vorgetragen und jeder wollte zeigen, was er kann. Am Ende gewannen die Vikings 2 mit 19:3 und werden eine maßgebliche Rolle spielen, wenn es darum geht, den Tabellenersten der Kreisliga – SW zu finden. Ihr mögt es vielleicht nicht gern hören, Männer, aber so wird es sein.
Hier noch einige Highlights aus den Partien: Mika erzielte als einziger Spieler ein Highfinisch (118), Thorsten und Jannik mit einem 18-Darter das einzige Shortleg. Rüdiger W. und Marcel gelang es bei den Vikings 2, je eine 180 ans Board zu knallen – so geht das!
Mag sein, dass noch Luft nach oben ist, aber da wir in der Vergangenheit auch sehr verwöhnt wurden, sind diese vier Bestleistungen aller Ehre wert.
Natürlich habe ich auch ein persönliches Highlight und das war die Partie zwischen Jochen (Vikings 2) und Thore (Vikings 3). Es war das letzte Spiel des Tages und obwohl am Sieg der Vikings 2 nicht zu rütteln war, war es totenstill im Raum, zumal es ein enges Spiel wurde und die Sympathien des Publikums natürlich bei unserem Jüngsten lagen. Nimm es mir nicht übel, Jochen, aber auch ich wollte, dass Thore gewinnt. Die ersten beiden Legs dauerten recht lange und der Check wollte auf beiden Seiten einfach nicht fallen. 1:1 stand es nach zwei gespielten Durchgängen und der Decider musste her. Und hier ließ Thore erkennen, was er nach so kurzer Zeit schon drauf hat. Mit seinem 25. Dart (und das spielt man auch nicht einfach so nebenbei) holte er sich das Leg und das Spiel. Sauber durchgezogen, Thore!
Das war also der erste Spieltag unserer Vikings und zwei Mannschaften erobern gleich mal die Tabellenspitze in ihrer jeweiligen Liga. So kann es weitergehen. Bis zum nächsten Mal.
von Leif Eriksson
Rückblick auf die Fechtsaison 22/23 - WM & DM Bronze für den EMTV

Eine weitere Saison ist zu Ende und die Fechter des EMTV haben dieses Jahr nicht nur auf Landesebene sondern auch im nationalen und internationalen Wettbewerb gute Ergebnisse erzielt.
Besonders hervorzuheben ist die Bronzemedaille von Gerald auf der Weltmeisterschaft der Veteranen in Kroatien. Eine tolle Leistung! Die Qualifikation für die WM 2023 hat Gerald ebenfalls schon in der Tasche, die sportlichen Vorbereitungen laufen.
Auf Deutschen Meisterschaften konnten gerade unsere jüngeren Fechter schöne Ergebnisse erzielen. Die schleswig-holsteinische Mannschaft wurde mit einer starken Emma im Wettbewerb U13 Degen 3. und konnte sensationell eine weitere Bronzemedaille nach Elmshorn holen. Aber auch im Einzel konnte Sie als 14. am Ende zufrieden sein, wobei bei optimaler Tagesform vielleicht auch noch mehr drin gewesen wäre.
Jorik und Mia waren ebenfalls im Einzel und in der Mannschaft auf Deutschen Meisterschaften aktiv. Herauszuheben sind die Platzierungen im Einzel, Jorik wurde bei den U13 22., Mia bei den U15 23.
Diverse unserer Fechter sind derzeit auch in nationalen und internationalen Ranglisten des DFB und der FIE platziert. Besonders zu nennen ist Grete auf dem 32. Platz der Deutschen Rangliste der Seniorinnen. In der deutschen Rangliste ist Gerald derzeit 64., Finn 77. und Lennard 80. Gerald rangiert außerdem auf dem 3. Platz der deutschen Rangliste V50 und dem 41. Platz der europäischen Rangliste V50.
Darüber hinaus konnten wir auch wieder diverse Landesmeisterschaften im Jugendbereich gewinnen. Neben Mia, Emma und Jorik im Einzel konnte auch unsere Damenmannschaft U15, verstärkt durch Lea, den Titel holen.
Insgesamt zeigen die Ergebnisse sowohl unserer Jugendlichen als auch der Senioren, dass wir uns mit unserer Ausbildung auch auf nationalem Niveau nicht verstecken müssen und unverändert zu den starken Vereinen im Norden gehören.
Die neuen Freiwilligen des EMTV
Die Nachwuchstalente

v.l. Ole Krupski, Michel Cords, Kolja Dieckmann, Jonna Ewert
Wir, Jonna (18), Kolja (16), Ole (18) und Michel (19), sind die neuen Freiwilligen des EMTVs. Im folgenden Jahr versuchen wir durch unser sportliches Engagement den EMTV zu unterstützen und dabei viele Erfahrungen für unsere Zukunft zu sammeln. Wir sind gespannt die verschiedenen Bereiche des Vereins kennenzulernen, Veranstaltungen und Projekte mitzugestalten sowie unsere Zusammenarbeit im Team zu stärken. Ihr werdet uns vor allem im Vie Vitale antreffen. Außerdem freuen wir uns besonders auf die Kindergruppen, wie zum Beispiel die Kispo und Parcour, welche wir mit betreuen. Zudem führen wir den Social Media Account und gestalten die Website des Vereins mit. Wir alle haben uns für den Freiwilligendienst entschieden, da wir uns weiterentwickeln möchten und beruflich orientieren wollen. Der EMTV kam für uns als Einsatzstelle in Frage, weil er einer der größten Sportvereine aus Schleswig-Holstein ist und uns damit die besten Voraussetzungen bietet. Wir freuen uns euch kennenzulernen.
Neue Trainingszeiten nach den Sommerferien
Wir beginnen je nach Team bereits in der letzten Ferienwoche oder spätestens in der ersten Schulwoche wieder mit dem regelmäßigen Trainingsbetrieb. Einige Teams haben neue Trainingszeiten oder -hallen erhalten. Die jeweiligen Trainer können dazu weitere Auskünfte geben.
Alle Trainingszeiten findet ihr schon jetzt auf der Homepage oder in der Abbildung hier neben dem Beitrag.
Zwei „Vikings“ holen sensationell den Titel!
Doppel Landesmeisterschaft 2023

Foto: Thorsten "Thorti" Jambor (links) und Jannik "The Ram" Fürstenau als stolze Landesmeister
(C: Stefan Plewa)
Am 1. Juli fand die Landesmeisterschaft im Doppel in Flensburg statt. Drei Spieler der „Krückau Vikings“ ließen es sich nicht nehmen, um den begehrten Titel mitzukämpfen. Thorsten Jambor („Thorti“) und unser Kapitän Jannik Fürstenau („The Ram“) bildeten ein Team, während Janne Eriksson („THE HIGHLIGHTER“) mit seinem Doppel-Partner vom Kings Cup, Nicardo Pieper, antrat, um ein weiteres Wunder zu schaffen (wir erinnern uns: die beiden Jungspieler holten sich ziemlich überraschend den Titel).
Insgesamt 32 Doppel hatten sich für die Meisterschaft angemeldet und gingen mit Spaß aber auch Ehrgeiz in den Wettkampf. Es wurden zunächst acht Gruppen mit jeweils vier teilnehmenden Doppel gebildet, von denen sich die beiden Bestplatzierten für die KO-Runde qualifizierten.
Janne und Nicardo hatten etwas Pech bei der Auslosung und mussten gegen sehr gute Gegner antreten. Thorsten und Jannik wurden Gegner zugelost, deren Spielstärke uns nicht bekannt war.
Nun denn, los gings. Doch bereits nach zwei Spielen war klar – Janne und Nicardo würden die Gruppenphase nicht überstehen. Ihre ersten beiden Spiele verloren sie mit 0:2, was das vorzeitige Aus bedeutete. Das war schon ziemlich überraschend, denn wir sprechen hier von den beiden besten Jugendspielern der abgelaufen Saison. Aber so ist der Dartsport – immer gut für ungewöhnliche Ausgänge. Im letzten Gruppenspiel konnten sie immerhin noch einmal zeigen, dass sie das Dartspielen nicht verlernt hatten und gewannen mit 2:1. Wie stark die Gruppe war, zeigt ein Blick auf die Statistik. In der Endabrechnung hatten Janne und Nicardo den besten Turnieraverage. Hilft zwar nichts, sieht aber immerhin gut aus 😊
Was wir aber aus dem vergangenen Jahr gelernt haben: wenn es bei den einen nicht so gut läuft, dann gibt es ja noch andere „Vikings“, die in die Bresche springen. Thorsten und Jannik ließen in ihrer Gruppe absolut nichts anbrennen. Mit einer absolut makellosen Bilanz (drei Siege ohne Legverlust) wurden sie souveräner Gruppenerster. In ihrem ersten KO-Spiel ging es munter so weiter. Unaufgeregt und willensstark gewannen sie mit 3:0 und zogen verdient ins Viertelfinale ein. Dort wurde es dann nicht ganz so leicht. Lars-Daniel Lorenzen und Dennis Grosser lagen mit 1:0 und 2:1 in Führung und brauchten für ein Weiterkommen nur noch ein Leg. Aber unsere „Vikings“ dachten gar nicht daran, das Spiel aufzugeben und erzwangen den Decider, den sie dann (wenn auch mit etwas Glück) für sich entscheiden konnten. Das Halbfinale war gebucht!
Dort warteten mit Tim-Oliver „OJ“ Jahr und Igor Petrov zwei Spieler, die mit ihrem Verein in der obersten Liga Schleswig-Holsteins spielen. Kreisliga gegen Landesliga, David gegen Goliath, Klein gegen Groß. Auf den ersten Blick eine klare Angelegenheit und nachdem die Favoriten schnell mit 2:0 in Führung gegangen waren, sah alles danach aus, als hätten Thorsten und Jannik ihre Meister gefunden. Aber Pustekuchen! Die nächsten drei Legs gingen an die Nordmänner und plötzlich waren sie diejenigen, denen ein Leg zum Finale fehlten. Aber dann zeigten die Gegner, dass sie zurecht in der Landesliga ganz oben mitspielen, und holten sich das sechste Leg. Erneut mussten unsere Männer in den Decider. Und auch wenn OJ und Igor etwas besser scoren konnten, am Ende checkten unsere Mannen die restlichen 74 Punkte und zogen ziemlich unerwartet ins Finale ein.
Das Konstellation des anstehenden Finales hätte sicherlich niemand so getippt. Denn auch im oberen Tableau der KO-Runde hatte sich ein Doppel durchgesetzt, das kaum jemand auf der Rechnung hatte: Lea Böttcher (die beste Juniorin in Schleswig-Holstein) und Tim-Hendrik Laß. Besonders aufhorchen ließen die beiden, als sie im Viertelfinale gegen Marco Huss und Mats Penje mit 3:0 nichts anbrennen ließen.
Das Finale selbst wurde dann zu einer recht einseitigen Partie. Schnell gingen Thorsten und Jannik mit 4:0 in Führung. Das fünfte Leg holten sich dann Lea und Tim-Hendrik (vermutlich stellten die „Vikings“ gedanklich schon den Met für die anstehende Siegesfeier ins Eisfach und ließen etwas die Konzentration schleifen). Aber dann kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Über die Doppel-6 hieß es dann Game, Shot and the Match! RUMMS – so sind die Wikinger! Ab ins Drachenboot und mal gucken, was es zu holen gibt. Und jetzt zum Abschluss gleich den Landesmeistertitel. Unsere Glückwünsche gehen an die frischgebackenen Champions – ihr habt es euch redlich verdient!
Die Elmshorner Darter haben sich mit ihren diversen Erfolgen und Titeln eindrucksvoll in der Dartszene etabliert und das bereits nach gerade einmal anderthalb Jahren Vereinsgeschichte. Der Elmshorner Dartsport ist ganz großes Tennis 😊
von Leif Eriksson
Bronze für Fechterin Emma von Wolff bei den Deutschen Meisterschaften

Im Juni 2023 fanden die Deutschen Meisterschaften der Altersklasse U 13 im Degenfechten direkt vor der Haustür in Elmshorn statt.
Für den EMTV hatten sich nach einer sehr erfolgreichen Saison sowohl Emma von Wolff als auch Jorik Bersch direkt für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Beide starteten im Einzelwettbewerb und konnten sich nach erfolgreichen Rundengefechten für die Direktausscheidungen qualifizieren.
Während Jorik zunächst sein 64er K.o.-Gefecht gewinnen konnte, musste er sich leider im 32er K.o.-Gefecht seinem Gegner geschlagen geben und belegte am Ende einen tollen 22. Platz.
Auch Emma konnte ihre ersten beiden K.o.- Gefechte souverän gewinnen, verlor dann aber das Gefecht um den Einzug in die Top 8 und belegte einen hervorragenden 14. Platz.
Beim Mannschaftskampf am nächsten Tag startete Emma gemeinsam mit Emma Berwig, Maria Kalyapina (beide Fechtergilde Südholstein) und Yvain Voigt (Fechtgemeinschaft Segeberg) als Team Schleswig-Holstein. Hier besiegten sie zunächst deutlich das Team Westfalen mit 45:26 und das Team Baden-Süd mit 45:38. Danach ging es gegen das Team Nordrhein, welches als die stärkste Mannschaft des Turniers galt. Hier wurde jeder Punkt heiß umkämpft und am Ende stand es tatsächlich 45:40 für das Team Schleswig-Holstein. Erst im Halbfinale unterlagen sie schließlich dem Team Württemberg, dem späteren Deutschen Meister.
Das bedeutete die Bronzemedaille für Emma von Wolff mit dem Team Schleswig-Holstein - ein toller Erfolg für die junge Fechterin des EMTV. Glückwunsch Emma!


Vom 22. bis 24. Juni fanden im Guggenberger See (Neustraublingen) die Deutschen Freiwassermeisterschaften statt.
Das Elmshorner Schwimmteam war mit sechs Schwimmern und Schwimmerinnen vertreten. Als Trainer fuhr Bennet Fiefeck mit nach Regensburg.
Neben den Einzelstrecken, gingen die Elmshorner Schwimmer/innen auch als Staffel an den Start. Die erste männliche Staffelmannschaft bestehend aus Kolja Dieckmann, Kjell Boyens und Johannes Liebmann belegten einen hervorragenden 4. Platz.
Als zweite Staffel starteten die gemischte Mannschaft (Lasse Tschirner, Kiara Boyens und Bennet Fiefeck) in der offenen Klasse und erreichte damit Platz 11 in der Wertung.
Bennett Fiefeck, der auch als betreuender Trainer vor Ort war, zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen und dem reibungslosen Ablauf. Der krönende Abschluss der Meisterschaft war die Bronzemedaille für Kiara Boyens (Jahrgang 2005) über die 5km.
German Masters 2023
Erste Deutsche Meisterschaft mit Achtungserfolg

Foto: Die Jugendspieler des SHDV auf dem Weg zu den German Masters 2023 mit dem Jugendwart Klupsch
(C: Leif Eriksson)
Der Höhepunkt der Dartsaison fand vom 23. – 25.06.2023 in Geiselwind/Bayern statt: die German Masters. Alles, was Rang und Namen in der Dartszene hat und sich über die Ranglistenturniere für dieses Event qualifiziert hatte, war am Start und ließ es sich nicht nehmen, um die begehrten Titel und Trophäen zu kämpfen. Und trotz aller Nebengeräusche, die kein gutes Licht auf die Veranstaltung geworfen haben, war es alles in allem ein spannendes und durchaus erfolgreiches Wochenende – vor allem für die Jugendspieler aus Schleswig-Holstein.
Und die eben angesprochenen Nebengeräusche hatten es durchaus in sich! Angefangen mit leichten Zweifeln, dass die Anlage nicht den Regeln entsprach (zu geringer Abstand zwischen den Spielbereichen und unzureichende Beleuchtung bei einigen Boards; diesbezüglich hat der Bremer Dartverband auch schriftlich Protest eingereicht), bot der Freitag einen handfesten Eklat, weil zwei Spieler beim Einwerfen in einen bedauerlicherweise live übertragenen verbal ausufernden Streit verfielen, der letztendlich zur Disqualifikation eines Spielers führte. Und beinahe wären die Einzelwettkämpfe am Sonntag – dem eigentlichen Höhepunkt – sogar ganz ausgefallen, was allein der DDV zu verantworten gehabt hätte, der in einem entscheidenden Moment versäumt hatte, sich hinter ihrer Turnierleitung zu stellen. Zu allen genannten unschönen Ereignissen wird es sicherlich noch Nachspiele, zumindest aber Redebedarf geben und es bleibt zu hoffen, dass zukünftig wieder mehr auf den Sport geachtet wird. Aber genug davon, denn gespielt wurde schließlich doch – und wie!
Ich möchte gar nicht so sehr ins Detail aller Events gehen; über die Ergebnisse haben sowohl der DDV als auch der SHDV berichtet. Konzentrieren möchte ich mich auf unseren Elmshorner Vertreter, der mit seinem Spiel wieder einmal unter Beweis stellen konnte, dass er bereits in seiner ersten Saison zu den besten Jugendspielern Deutschlands gehört. Die Rede ist von Janne Eriksson, meinem Sohn, und man mag mir die Euphorie verzeihen, wenn ich immer mal wieder während des Berichtens die eigentlich notwendige objektive Sichtweise verlasse.
Kommen wir zu den Spieltagen. Am Freitag wurde ein erstes Turnier veranstaltet. Gelegenheit also, sich mit der Anlage und der besonderen Atmosphäre vertraut zu machen. Gespielt wurde ein Mixed-Doppel-Turnier und es konnten sich alle melden, sowohl Erwachsene als auch die Jugend. Janne spielte mit Birka Holm, die bereits beim Kings Cup dabei war. Um es kurz zu machen: es wurde zwar ein Sieg eingefahren, aber die Gruppenphase bedeutete bereits das vorzeitige Aus der beiden Jungspieler. Dafür war das Feld einfach zu stark und nach einer fast zehnstündigen Autofahrt war die Luft einfach raus. Als Vorbereitung waren die Spiele dennoch wichtig.
Am Samstag gab es ein weiteres Vorbereitungsturnier, diesmal speziell für die Jungen. Es waren zwar noch nicht alle Spieler angereist, dennoch meldete sich ein erlesenes Feld an. Insbesondere unsere Kings Cup – Teilnehmer Josse Krabbenhöft, Nicardo Pieper und unser Janne konnten in ihren jeweiligen Gruppen zeigen, was sie drauf haben. Alle drei gewannen souverän ihre Gruppen, wobei Josse den stärksten Eindruck hinterließ. Einem seiner Gegner verpasste er zwei 180er und zwei Highfinishes, was ein deutliches Signal war, wohin die Reise gehen könnte.
In der KO-Phase bekam Janne es mit Felix Springer zu tun, dem kleinen Bruder von Nico, der in der Dartszene alles andere als ein Unbekannter ist. Gegen Felix kam Janne nicht so richtig in die Gänge und verlor das Spiel deutlich mit 0:3. Das brachte ihn dennoch nicht aus dem Konzept und die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. Sein Fokus lag beim Meisterschaftsturnier, welches am Sonntag stattfinden sollte.
Josse und Nicardo überstanden ihrerseits die ersten KO-Runde und trafen anschließen aufeinander. Damit war bereits klar, dass ein Schleswig-Holsteiner den dritten Platz machen würde. Und dieses Spiel hatte es in sich. Auch wenn freundschaftliche Bande geknüpft wurden (dem Wochenende in Hinsbeck sei Dank) – am Oche waren sie Gegner und beide zeigten, dass sie würdige Vertreter unseres Landesverbandes sind. Entschieden wurde das Spiel im Decider mit dem besseren Ende für Josse, was nach dem Turnierverlauf auch nicht überraschend war. In der Vorschlussrunde wartete kein Geringerer als Mats Theobald auf ihn. Der Niedersachse war der haushohe Favorit und konnte sowohl dieses Spiel als auch das Finale klar für sich entscheiden. Dennoch – ein dritter Platz in diesem hochkarätig besetzten Feld war ein erstes dickes Ding an diesem Wochenende!
Und dann kam der Sonntag – Tag der Entscheidungen!
Das Teilnehmerfeld der Jungen war groß. 55 Spieler sollten ermitteln, wer neuer deutscher Meister wird. Und (fast) alle Favoriten waren dabei, allen voran Yorick Hofkens, der bereits den Kings Cup in eindrucksvoller Art und Weise gewinnen konnte.
Gespielt wurde in Gruppen mit je drei oder vier Spielern, wobei es bei den Dreiergruppen ein Hin- und Rückspiel gab. Janne erwischte eine Dreiergruppe, von denen die beiden Bestplatzierten (wie auch in allen anderen Gruppen) die KO-Runde erreichen würden. Wie schon beim Ranglistenturnier in Uelzen, bekam er es erneut mit Kimi Seemann zu tun, einem Talent aus Bayern. Beide haben schon einige Matches gegeneinander gespielt und kennen die Spielstärke des jeweils anderen. Ihre Bilanz ist einigermaßen ausgeglichen, mit leichtem Vorteil zu Gunsten Janne. Aber all das zählte jetzt nichts und in den ersten beiden Legs zeigte Kimi, dass er nicht zum Spaß angereist war. 0:2 hieß es nach kurzer Zeit und alles sprach gegen Janne. Aber dann zeigte Janne, dass auch er nicht nur zum Zuschauen hergekommen war. Im dritten Leg knallte er erstmal eine 180 ans Board und ließ seinem Gegner keine Gelegenheit mehr, an ihn heranzukommen. Mit dem zwanzigsten Dart entschied er das Leg für sich und neue Hoffnung keimte auf. Das vierte Leg wurde zur Zitterpartie. Beide Spieler ließen unzählige Möglichkeiten aus, das Leg zu beenden, was in Kimis Falle bedeutet hätte, das Match zu gewinnen. Zum Glück war es Janne vergönnt, den Sack zuzumachen und einen Decider zu erzwingen. Und dieses beendete unsere Spieler schließlich mit Dart Nummer 16! Nach 0:2 Rückstand das Spiel noch zu gewinnen, spricht für eine Nervenstärke, über die Janne zum Glück verfügt.
In seinem zweiten Spiel gegen Titus Seinsche vom Bremer Dartverband ließ Janne überhaupt nichts anbrennen. Mit 3:0 fuhr er einen nie gefährdeten Sieg ein und war seinem Gegner in allen Belangen überlegen. Ein ganz starker Auftritt.
Im Rückspiel gegen Kimi zeigten beide Spieler erneut ihre Klasse, wobei es diesmal der Bayer war, der das Spiel gewinnen konnte. Damit war bereits vor dem letzten Spiel klar, dass Janne den zweiten Platz der Gruppe belegen würde. Da der Druck erstmal raus war, ließ es Janne gemächlich angehen und verlor das Spiel sogar mit 2:3, was aber keine Bedeutung hatte.
Nun hieß es warten, bis alle Gruppenspiele beendet wurden. Wer würde sein Gegner sein? Und dann wurde der KO-Baum veröffentlicht. Quentin Glass… ein Bayer, sympathisch, ein Spieler, mit dem sich Janne sehr gut versteht – und einer, der bereits bei internationalen Turnieren glänzen konnte und im Vorfeld vom DDV für herausragende Leistungen geehrt wurde. Ein echter Brocken also. Aber leichte Gegner gab es im Feld der besten 32 ohnehin nicht mehr, da fast alle Favoriten weitergekommen waren.
Das Spiel entwickelte sich zu einem Spitzenspiel. Beide scorten was das Zeug hielt und schenkten dem Gegner nichts. Bis zum Schluss und in jedem Leg mussten sie alles zeigen, da ansonsten der andere davongezogen wäre. Doch Janne schien davon völlig unbeeindruckt zu sein. Es gelang im schlichtweg – alles. Mit einem Average von über 76 gewann er völlig verdient mit 4:0 (!) und seinem Gegner blieb nichts anderes übrig, als ihm fair zu dieser fantastischen Leistung zu gratulieren.
In der nächsten Runde wurde es noch schwieriger. Marc Langner hieß der Gegner. Ein Spieler aus Baden-Württemberg und frisch gebackener E-Dart Europameister der U16! Ein Gegner, gegen den Janne bereits beim Kings Cup angetreten war und gegen den er verloren hatte.
Auch dieses Spiel bot alles, was ein gutes Dartspiel ausmacht. Im ersten Leg verpasste Janne seine Chancen, den Durchgang für sich zu entscheiden. Das darf einem bei einem Gegner wir Marc Langner nicht passieren, der in solchen Momenten eiskalt agiert. Im zweiten Durchgang sah die Sache ganz anders aus. Mit einem 13-Darter (!) pflügte Janne regelrecht durch das Leg und schaffte den verdienten Ausgleich. Ein besserer Durchgang wurde im gesamten Turnier nicht gespielt und lediglich Yorick Hofkens schaffte dieses Kunststück nur ein Mal. In den nächsten drei Durchgängen hatte Janne Gelegenheit, Legs für sich zu entscheiden, doch hier zeigte Langner, dass er nicht ohne Grund Europameister geworden ist. Gnadenlos checkte er auch höhere Restwerte, als sei dies das leichteste der Welt und als Janne im letzten Leg mehrere Chancen verpasste, ging das Spiel letztendlich mit 1:4 verloren. Die Höhe fiel bei näherer Betrachtung des Spielverlaufs etwas zu hoch aus (Janne war mindestens ebenbürtig, bezüglich des Averages und der erzielten Bestleistungen sogar überlegen), aber Dart ist wie alle anderen Sportarten ein Ergebnissport und da hatte Langner einfach das bessere Ende.
Mit einem 9. Platz bei den Deutschen Meisterschaften (den gleichen Rang erreichte auch Nicardo – Glückwusch zu dieser starken Vorstellung!) und seinen beeindruckenden Leistungen über die gesamte Saison hinweg hat sich unser Elmshorner Viking (und Wickie) in die Riege der besten Jugenddartspieler Deutschlands eingereiht. Ein toller Erfolg und hoffentlich Werbung für den Dartsport, wie er in Elmshorn seit anderthalb Jahren praktiziert wird. Gerade von der Jugend des SHDV darf in Zukunft noch einiges erwartet werden und ich bin gespannt, wohin die Reise noch gehen wird.
von Leif Eriksson
Schutz vor Gewalt und Missbrauch im Sport – Ein Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Bettina Rulofs beim EMTV

v.l.: Christa Norwald (KSV Pinneberg), Olaf Seiler (stellv. Vorsitzender KSV Pinneberg), Prof. Dr. Bettina Rulofs (Deutsche Sporthochschule Köln), Arne Hirsch (Geschäftsführer EMTV), Uwe Altemeier (stellv. Vorsitzender EMTV), Nina Hirsch (AiK Team EMTV)
Am Freitag, den 23.06.2023 fand ein hochkarätiger Vortrag zum Thema "Schutz vor Gewalt und Missbrauch im Sport - Vom Tabu zur Prävention und Aufarbeitung?" statt, der von Univ.-Prof. Dr. Bettina Rulofs von der Deutsche Sporthochschule Köln präsentiert wurde. Der Vortrag hatte das Ziel, auf die Bedeutung der Prävention von Gewalt und Missbrauch im Sport aufmerksam zu machen und Lösungsansätze zu diskutieren. Die Veranstaltung zog zahlreiche Vertreter von Sportvereinen, Sportverbänden, sozialen Einrichtungen, Politik und Stadtverwaltung an, die ein gemeinsames Interesse daran hatten, die Sicherheit im Sport zu verbessern.
Der Vortrag beinhaltete eine Einordnung der Studie „SicherImSport“ von 2021, Perspektive von Betroffenen sowie mögliche Schutzmaßnahmen in Sportvereinen. Es wurden die verschiedenen Formen von Missbrauch und die Auswirkungen auf die Opfer erläutert. Die Zahlen der größten Breitensportuntersuchung mit über 4.000 Befragten macht deutlich: Gewalt im Sportverein ist kein Einzelfall -jeder Verein braucht ein Kinderschutzkonzept.
Im EMTV sind über 2.500 Mitglieder unter 18 Jahre alt. Elmshorns größte Jugendbewegung ist Ansporn und Verpflichtung zugleich den Kinderschutz aktiv zu leben.
Der EMTV bedankt sich bei Univ.-Prof. Dr. Bettina Rulofs für den spannenden Vortag.
Mehr zum Thema „Aktiv im Kinderschutz“ im EMTV bitte dem Link folgen.
Aktiv im Kinderschutz
Die Präsentation von Univ.-Prof. Dr. Bettina Rulofs zum downloaden.
Schutz vor Gewalt und Missbrauch im Sport
Titelentscheidung im letzten Spiel der Saison
EMTV Jugend kämpft bis zum Schluss um den Titel!

Foto: Zwar fast alle, aber längst nicht alle Teilnehmer und Betreuer der Jugendliga 2023
(C: Stefan Plewa)
Am 10. Juni fand der neunte und zugleich letzte Spieltag der neu gegründeten Jugendliga des SHDV statt. Alle zwölf Teams trafen sich bei der USG Uetersen, um ihre jeweils letzten Partien auszutragen und ihren Meister zu küren. Soviel vorab – die leicht favorisierten Falcon Boys aus Hattstedt und die Krückau Wickies mit unseren beiden Haudegen Jannik Fürstenau und Janne Eriksson würden diesen Titel unter sich ausmachen. Alle anderen Mannschaften konnten in den Titelkampf nur indirekt eingreifen, wenn ihnen denn ein Sieg gegen eines dieser beiden Teams gelingen sollte.
Um 12 Uhr gingen die Partien los. Um überhaupt noch die Hattstedter vom ersten Tabellenplatz zu verdrängen, mussten unsere Spieler alle Partien gewinnen und damit insgesamt einen Sieg mehr erringen als die Falcon Boys. Bei einem Gleichstand wären die Hattstedter aufgrund der Anzahl der gewonnen Einzelpartien nicht mehr einzuholen gewesen. Keine leichte Aufgabe, im Gegenteil, denn wie immer konnte auf keinen Ersatzspieler zurückgegriffen werden. Das bedeutete Dauerstrom und volle Konzentration bis zum Schluss.
Erster Gegner der Wickies: ISV Störtebekker (!) aus Itzehoe. Gegen dieses Team mussten Jannik und Janne sogar zweimal antreten, da aufgrund von Terminverschiebungen das Hinspiel bis zu diesem letzten Spieltag nicht ausgetragen werden konnte. In seinem ersten Spiel gegen Gianluca Bluhm holte Janne gleich mal die Keule raus und spielte einen Average von 77,08. Exakt den gleichen Average spielte Hagen Heuckrodt, der Dominator der Falcon Boys, in seiner Einzelpartie gegen Young Walde II. Diese beiden Partien waren die mit Abstand besten des gesamten Spieltages und verdienen eine gesonderte Erwähnung.
Auch Jannik gewann seine erste Partie souverän und im anschließenden Doppel wurde bereits der Deckel draufgemacht. Danach verlor Jannik sein letztes Einzel dieser Partie, was nur deshalb erwähnenswert ist, weil es bis zum alles entscheidenden Finale die einzige Niederlage bleiben sollte, die sich die Wickies erlaubten. 4:1 gegen ISV im Hinspiel, die nächsten drei Partien wurden allesamt 5:0 gewonnen.
Natürlich erlaubten sich auch die Falcon Boys keinen Patzer. Zu dominant die Spielstärke des Teams, das darüber hinaus mit einer kleinen und lautstarken Fangemeinde angereist war, die ihre Mannschaft im Finale kräftig unterstützen. Und das war auch nötig, denn das Finale war an Dramatik kaum zu überbieten. Dabei fing es alles andere als glücklich an. Janne bekam es in seinem ersten Spiel mit Lars Martens zu tun, Jannik mit Hagen, der im bisherigen Verlauf des Spieltages seine ganze Klasse unter Beweis stellen konnte. Leider auch gegen Jannik, dem er mit einem Average von über 68 nicht wirklich eine Chance ließ. Bei Janne lief es im ersten Leg auch nicht ganz rund und folgerichtig gab er dieses schließlich ab. Möglicherweise haben die Anfeuerungsrufe aus der Hattstedter Fangemeinde ihr Übriges getan, wobei Janne im zweiten Leg jedoch eine passende Antwort liefern konnte. Als er 110 Rest hatte und ein „Die muss er auch erstmal checken“ zu hören war, ließ sich unser Youngster nicht zweimal bitten und kam dieser Aufforderung gerne nach. Ein kurzer Blick und ein Fingerzeig in Richtung des Rufenden und ab ging es in den Decider. Hier bekam Janne dann allerdings seine Nerven nicht ganz in den Griff und trotz Matchdarts musste er sich schließlich geschlagen geben. 0:2 nach den Einzeln – kein guter Start und eigentlich glaubte niemand mehr daran, dass die Wickies die Partie noch spannend gestalten könnten.
Aber etwas musste nun geschehen – vor allen Dingen ein lautstarkes Gegengewicht zum Hattstedter Block. Nach kurzer Rücksprache und der Erlaubnis beider Spieler nahm ich mich der Sache persönlich an, gesellte mich zu den Fans der Falcon Boys und brüllte jetzt einfach mal mit, wenn unseren Spielern eine gute Aufnahme gelang. Zum Glück gab es reichlich Gelegenheit dazu, denn bereits das nun folgende Doppel hatte einiges zu bieten. Spätestens jetzt war allen klar, dass die richtigen beiden Mannschaften in diesem Moment um den Sieg kämpften. 1:1 hieß es nach zwei Legs und wieder einmal der Decider musste die Entscheidung bringen. Das Ausbullen gewann Janne im dritten Anlauf und mit diesem Vorteil und der nun auch aus anderen Richtungen kommenden Unterstützung für unsere Jungs gewannen die Beiden dieses Match!
Es folgte eine kurze Pause, dann ging es in die alles entscheidenden letzten beiden Einzelpartien. Janne musste gegen Hagen antreten, Jannik gegen Lars. Dank der immer lauter werdenden Anfeuerungsrufe gewann Janne sein Einzel verdient und souverän mit 2:0 und einem Average von fast 70 – da konnte auch Hagen nur noch fair gratulieren und hoffen, dass sein Mannschaftskollege seine Sache besser machen würde. Und so sah es anfangs auch aus – das erste Leg war bereits gespielt und Jannik lag mit 0:1 zurück und auch im zweiten Leg sah alles nach einem ungefährdeten Sieg seines Kontrahenten aus. Doch jetzt war es eine reine Nervensache, wer hier als Sieger hervorgehen würde. Trotz einer haushohen Führung mit einem vermeintlich leichten Check (Doppel 20) konnte Lars den Sack nicht zumachen und Jannik kam näher und näher. Und zack – Leg gewonnen! Im Saal gab es jetzt kein Halten mehr. Die Meisterschaft der Jugendliga sollte im allerletzten Leg seine Entscheidung finden – Wahnsinn!
Erneut konnte Lars davonziehen und wieder war er vorzeitig im Check-Bereich. Und erneut ließ er einige Matchdarts liegen. Doch Jannik kam nicht wirklich heran und verpasste einige Tripple um Haaresbreite. Leider zu viele, denn irgendwann fand ein Hattstedter Dart das anvisierte Ziel und entschied das Leg, das Match und die Meisterschaft, was vom Hattstedter Anhang natürlich frenetisch bejubelt wurde. Schade, schade, das war wirklich knapp. Glückwunsch aber an die Falcon Boys zu diesem Sieg, der natürlich verdient aber auch ein wenig glücklich war. Viel hat nicht gefehlt…
Natürlich war im ersten Moment die Enttäuschung groß. Aber letztendlich bleibt die Gewissheit, eine fantastische Saison gespielt und bis zum Schluss um den Titel mitgekämpft zu haben. Ohne die Wickies wäre es doch eine recht einseitige Liga gewesen und auch die kommende Saison verspricht wieder einen packenden Zweikampf zwischen diesen beiden Teams. Und wer weiß – auch die anderen Mannschaften verfügen über aussichtsreichen Nachwuchs, was der Liga nur gut tun kann.
Ach ja: in der Bilanz aller 56 Spieler, die in dieser nun abgeschlossenen Saison am Start waren, belegen Janne und Jannik die Plätze 1 und 2 und in Bezug auf die Bestleistungen konnte Janne beinahe noch den überragenden Spieler, Hagen Heuckrodt, einholen. Dieser hat im gesamten Verlauf der Saison nur zwei Spiele verloren: eins gegen Jannik, das andere gegen Janne.
Also, Kopf hoch Jungs, ihr habt Großartiges geleistet und seid meine ganz persönlichen Meister der Herzen!
von Leif Eriksson

